Wertschöpfungshygiene – Herr Meier macht Dienst nach Vorschrift

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Wertschöpfungshygiene – Herr Meier macht Dienst nach Vorschrift

Mark Poppenborg begann seinen Vortrag auf dem New Work Meetup im Januar mit einem – wie ich finde – sehr erhellenden Zitat: „Herr Meier macht Dienst nach Vorschrift.“ Und obgleich Herr Meier so gesehen alle Regeln befolgt, haben wir bei diesem Zitat nicht das Gefühl, dass Herr Meier alles richtig macht. Woran liegt das? Hat er vielleicht nicht genügend Motivation?

Im Vortrag wird sehr gut deutlich, warum die Antwort auf sich schnell ändernde Kundenbedürfnisse nicht sein kann, „mehr“ oder „bessere“ Prozesse zu haben. Denn die Herausforderungen eines Unternehmens ändern sich so schnell, dass auch der beste Prozess durch eine kleine Veränderung plötzlich nicht mehr auf das Bedürfnis des Kunden passt. Und so kommen Mitarbeiter in Situationen, in denen sie Anweisungen befolgen müssen, die ihnen nicht (mehr) helfen, das Problem des Kunden zu lösen. Ganz im Gegenteil: Die Prozesse stehen ihnen sogar eher im Weg.

Wenn Unternehmen dann „gegensteuern“, indem sie Prozesse aufgliedern und verbessern, verschlimmert sich die Situation. Die Prozesse werden nämlich noch komplexer und vielfältiger. Dann sind Mitarbeiter in einem Netz von sich selbst bedingender Prozesse gefangen und das Anliegen des Kunden fällt komplett aus dem System heraus.

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Klare Ziele

Das Befolgen der Regeln des Unternehmens führt also weder dazu, dass Herr Meier ein erfolgreicher Kollege ist, noch würden wir sagen, dass er auf seiner Arbeit in den Flow kommt. Das Ganze ist so, als würde man es einem Fußballspieler durch immer mehr Spielregeln immer schwieriger machen, Tore zu schießen. Das Befolgen der Spielregeln führt dazu, dass die gegnerische Mannschaft gewinnt. Beziehungsweise gar kein Spiel mehr stattfindet.

Beim Flow-Erlebnis nach Mihaly Csikszentmihalyi finden wir diesen Aspekt von New Work als „Klare Ziele“ wieder. Mitarbeiter sehen sich zwar einem klaren Ziel gegenüber, aber Prozesse und Vorgaben des Unternehmens führen sie nicht dorthin. Im Gegenteil: Das Befolgen der Spielregeln ist sogar noch kontraproduktiv. Die Spielregeln verhindern, dass Ziele erreicht werden. Wenn ich Prozesse einhalte (Arbeiten nach Vorschrift), erreiche ich das Ziel des Unternehmens gar nicht! Unternehmen sind also gut beraten, alles zu hinterfragen, was das Erreichen der Ziele verhindert. Jede Vorschrift, jeder Prozess, jedes Projekt muss sich daher an der Frage messen lassen: „Hilft es uns, besser zu arbeiten?“ Wenn Unternehmen das tun, dann betreiben sie die von Poppenborg genannte „Wertschöpfungshygiene“.

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Von |2018-08-29T15:28:28+00:0013. Februar 2017|Kategorien: Motivation, Organisationsentwicklung|Schlagworte: |0 Kommentare

Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb helfe ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

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