Was Du von Superhelden-Teams lernen kannst

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Was Du von Superhelden-Teams lernen kannst

Als Personalentwickler, Scrum Master oder auch als Teamleiter solltest Du Dir bei Gelegenheit die eine oder andere Comic-Verfilmung anschauen. Denn von Superhelden und ihren Teams kannst Du eine Menge über gutes Teamwork und Motivation lernen!

Superhelden haben Schwächen

Egal, welchen Superhelden man sich anschaut: Jeder von ihnen hat eine besondere Schwäche, die ihn verwundbar macht. Und im Regelfall (nicht immer) ist es sogar so, dass diese Schwäche ein direktes Resultat ihrer besonderen Stärke ist.

Wolverine ist der geborene Kämpfer, zeigt aber auch einen Hang zur Brutalität und ist selten kompromissbereit. Hulk kann sich in ein riesiges Monster mit übermenschlichen Kräften verwandeln, ist dann jedoch nicht mehr in der Lage, seine Wutausbrüche zu kontrollieren. Der Mann hinter Iron Man, Tony Stark, ist ein brillanter Ingenieur und in seinem Kampfanzug kann er es quasi mit jedem beliebigen Gegner aufnehmen. Sein Genie verführt ihn jedoch nicht selten zur Arroganz, wodurch er in schwierige Situationen gerät, die vermeidbar gewesen wären. Oder schaue Dir Johnny Storm an, „die menschliche Fackel“ von den Fantastic Four. Die Verwandlung in eine brennende Fackel benötigt viel Konzentration und vor allem Sauerstoff. Wird Johnny zu sehr gestört, gerät das Feuer außer Kontrolle. Ohne Sauerstoff kann er seine Superkraft überhaupt nicht einsetzen.

Superhelden sind zwar ein fiktives, aber sehr anschauliches Beispiel dafür, dass besondere Stärken mit Schwächen einhergehen müssen. Stärke und Schwäche sind nur die Kehrseite ein und derselben Medaille. Eliminiert man die Schwäche einer Superheldin, beraubt man sie auch ihrer besonderen Stärke. Diese Erkenntnis ist exakt das, was Meredith Belbin über die Besonderheiten seiner neun Teamrollen aussagt: Schwächen, die aus Stärken resultieren, sind erlaubte Schwächen und gehören zur Besonderheit einer jeden Teamrolle dazu.

Die Schlagkraft von Superhelden-Teams

Gelegentlich ist ein Gegner von Superhelden so mächtig, dass sie ihn alleine nicht besiegen können. Oder der Gegner hat Bündnisse mit anderen Superhelden geschmiedet und unser Held ist in der Unterzahl und muss sich ebenfalls Unterstützung suchen. Das betrifft aber nicht nur die Manpower an sich, sondern auch die Fähigkeiten und Synergieeffekte, die in Superheldenteams auftreten. Die geschickte Kombination von besonderen Stärken lässt das Ganze mehr als die Summe seiner Teile werden und guten Heldenteams gelingt es, ihre Schwächen durch geschickte Kombination von Fähigkeiten zeitweilig aufzuheben.

Und hier sind wir beim Kern von Superheldenteams: Niemand käme auf die Idee, ein Team zu formen, das aus 3x Superman, 2x Wolverine und 4x Dare Devil besteht. Oder sogar nur 5x Spider Man. Abgesehen davon, dass jeder Superheld einzigartig ist, würden solche Kombinationen auch keinerlei Sinn machen, denn es reicht aus, jeden Superhelden und – damit jede Superkraft – einmal im Team zu haben.

Die große Schlagkraft von Superhelden-Teams ergibt sich also vielmehr aus einer großen Vielfalt an besonderen Persönlichkeiten, deren Kombination untereinander starke Synergie-Effekte erzeugen. Und wenn Dir diese drei Begriffe nun bekannt vorkommen, dann hast Du vielleicht meinen Artikel zu Olaf-Axel Burows Team-Flow-Theorie gelesen: Vielfalt, Personenzentrierung und Synergie sind drei von sieben Kennzeichen für gut funktionierendes Teamwork.

Superhelden-Teams haben eine Mission

Das große Ego, das die meisten Superhelden mitbringen, sorgt in den meisten Geschichten für eine Vielzahl von Konflikten; teilweise herrschen sogar Rivalitäten und Feindschaften untereinander. Trotzdem gelingt es ihnen, ein schlagkräftiges Team zu formen. Der Grund hierfür ist eine gemeinsame Mission. Superhelden kämpfen nicht nur gegen einen Bösewicht, sondern auch für etwas.

Auch dieser Aspekt findet sich im Modell Team Flow von Burow wieder. Gutes Teamwork und außerordentliche Leistung von Teams entsteht nur dort, wo eine Vision existiert: Ein gemeinsames Ziel, bei dem jedes Teammitglied seine individuellen Stärken einbringen kann.

Was man daraus lernen kann

Nun kann man natürlich entgegnen: „Ja, das sind halt Comic-Geschichten! Das ist ja nicht real.“ Das mag vordergründig richtig erscheinen, bei genauerer Betrachtung ist es das jedoch nicht. Wenn Du diesen Gedanken vielleicht beim Lesen dieses Beitrags hatten, dann verwechselst Du „Realität“ mit „Logik“. Fiktive Elemente aus Geschichten folgen einer (inneren) Logik, auch wenn sie tatsächlich nicht real sind.

Natürlich sind die Superhelden und ihre Kräfte aus dem Marvel- und DC-Universum fiktiv. Trotzdem folgen die Geschichten einer Logik, die sich um das Thema Stärken & Schwächen (und deren Kombination) dreht. Und diese Logik ist 1:1 in unsere Welt zu übersetzen. Das einzige, was wir dafür tun müssen, ist, Superheldenstärken und Superheldenschwächen durch reale Stärken und Schwächen zu ersetzen.

Wenn Du diesen Schritt mitmachst, dann kannst Du Dir nun eine Menge nützlicher Fragen stellen (und beantworten):

  • Warum sorgen wir in unserem Team eigentlich dafür, dass jeder das Gleiche kann und etablieren Fähigkeitenstandards statt individuelle Experten zu entwickeln?
  • Warum schauen wir als Personalentwickler immer nur auf Schwächen eines Mitarbeiters, die entwickelt werden müssen, statt zu überlegen, wie Stärken gefördert werden können?
  • Welchen Teampartner braucht mein Mitarbeiter, damit sich Synergie-Effekte ergeben?
  • Wenn mein Team aus Superhelden bestünde: Wofür kämpft es?

Ich wünsch Dir viel Spaß beim Nachdenken!

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Von |2018-08-29T15:17:50+00:007. November 2016|Kategorien: Personalentwicklung|Schlagworte: , , , , |0 Kommentare

Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb helfe ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

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