Resonante Führung – Teil 6

Emotional intelligente Unternehmen

Home » Blog » Führung » Resonante Führung – Teil 6
  • Emotional Intelligente Unternehmen

Resonante Führung – Teil 6

Zum Abschluss der Reihe Resonante Führung möchte ich noch einige Worte über resonante Unternehmen verlieren. Denn es reicht nicht aus, als einzelne Führungskraft durch neue Führungsstile sein Team anders zu führen als es im Unternehmen vielleicht üblich ist. Vielmehr braucht es emotional intelligente Unternehmen, die diese Art des Führens auch zulassen und fördern.

Die meisten Veränderungsprozesse in Unternehmen scheitern, weil vergessen wird, diejenigen, die den Wandel vollziehen sollen, emotional mitzunehmen. Aber Veränderungsprozesse lassen sich weder anordnen noch rational vermitteln. Damit Wandel auch vollzogen wird, müssen die Beteiligten emotional davon betroffen sein. Zweitens ist jede Führungskraft gut beraten, sich über die Normen und Gewohnheiten einer Firmenkultur im Klaren zu sein. Das Problematische daran ist, dass wir solche Normen sehr häufig als gegeben betrachten und sie meist automatisch annehmen. Die Kraft der Normen kann jedes „Ausscheren“ aus den etablierten Handlungsweisen katastrophal scheitern lassen, insbesondere dann, wenn die Mechanismen der unterliegenden Normen nicht zuvor aufgedeckt werden. Letztlich läuft es also darauf hinaus, dass ein Unternehmen, das kein emotional intelligentes Unternehmen ist, resonante Fühungskräfte mehr oder weniger scheitern lassen wird, weil die Kraft der dissonanten Normen einfach zu groß ist, um sie erfolgreich sein zu lassen.

Stimmungen von Gruppen erkennen

Bevor man also überhaupt erst damit beginnt, aus dem eigenen Unternehmen ein emotional intelligentes Unternehmen zu machen, sollte man sich die Zeit nehmen, herauszufinden, wie die tatsächliche Stimmung im Unternehmen ist. Wie Individuuen, so haben auch einzelne Gruppen und sogar das gesamte Unternehmen konkrete Stimmungen. Die anfänglichen Fragen wären also: Welche Normen gibt es? Gibt es ungeschriebene Gesetze? Wer sind die offiziellen (und inoffiziellen) Anführer? Was gilt als akzeptabel und was nicht? Und warum ist das so? Wie wirken sich diese Dinge auf die Stimmung im Unternehmen aus?

Es gilt – durch lange und intensive Gespräche – herauszufinden, wo sich sozusagen das emotionale Zentrum eines Unternehmens befindet – wenn man so möchte die Identität einer Organisation. Und es ist extrem wichtig dieses Zentrum zu respektieren! Jeder Veränderungsprozess, der auf einen Bruch mit diesem emotionalen Zentrum abzielt, ist von vorneherein zum Scheitern verurteilt. Etablierte Normen und Gebräuche der Unternehmungskultur werden jede Initiative zur Veränderung überschreiben, wenn nicht beides miteinander im Einklang steht.

Die Vision muss von oben kommen

Erst wenn das emotionale Zentrum erkannt wurde, kann es daran gehen, eine Vision zu entwickeln, die auf diesem Zentrum aufbaut. Was also für den individuellen Lernprozess des einzelnen Mitarbeiters gilt, gilt auch für Unternehmen: Die Vision muss sich aus dem emotionalen Zentrum eines Unternehmens heraus entwickeln, denn nur dann wird sich ausreichend Energie freisetzen lassen, um jeden Mitarbeiter dazu zu motivieren, Veränderungen mitzutragen. Annie McKee beschreibt dies mit den Begriffen Attunement und Alignment. Man richtet Mitarbeiter nicht „wie Bleistifte“ auf ein gemeinsames Ziel aus (Alignment), sondern stimmt sie auf ein gemeinsames Ziel (Attunement) ein. Und dies gelingt natürlich nur dann, wenn die Vision tatsächlich attraktiv ist.

Dabei ist es von ebenso großer Bedeutung, dass die neue Unternehmensvision von den höheren Managementebenen, am besten von der Geschäftsführung selbst, vorgelebt wird. Wenn das nicht der Fall ist, bleibt die Vision eine hohle Phrase. Sie wird dann zwar „offiziell vorgegeben“, aber neues Verhalten, das dieser Vision entspricht, wird durch die tatsächlich vorhandenen Normen des Unternehmens überschrieben.

Kontaktieren

Resonante Führung

Kontaktiere mich, wenn Du Dich für eine Schulung, Fortbildungen oder andere Weiterbildungsmaßnahmen zum Thema 'Resonante Mitarbeiterführung' interessierst. Ich berate Dich gerne!
Kontaktieren
Von |2018-08-29T14:53:51+00:0031. Oktober 2015|Kategorien: Führung, Organisationsentwicklung, Transformation|Schlagworte: , , |1 Kommentar

Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb helfe ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

Ein Kommentar

  1. […] sein, diese sichere Umgebung zu erzeugen. Damit emotionale Führung gelingt, braucht es jedoch auch emotional intelligente Unternehmen, die Führungskräften den passenden Raum bieten, so zu […]

Hinterlasse einen Kommentar

Newsletter

Diese Website benutzt Cookies und anderes Teufelswerk. Näheres dazu findest Du auf unserer Datenschutz-Seite. Verwalte hier Deine Einstellungen Einverstanden

Angebote von Drittanbietern

Hier kannst Du auswählen, welche Angebote von Drittanbietern Du während Deines Besuches auf dieser Webseite erlauben möchtest und welche nicht.