Pecha Kucha

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Pecha Kucha

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Ein Pecha-Kucha-Vortrag wird stets mit (exakt) 20 Folien begleitet, die (exakt) 20 Sekunden eingeblendet werden und dann automatisch wechseln.

Artikelnummer: fwr-mk-013 Kategorie: Schlüsselworte: , , ,

Beschreibung

Über einen Kollegen bin ich kürzlich auf eine mir unbekannte Vortragsart gestoßen, von der ich denke, dass sie es wert ist, geteilt zu werden. (Vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen wie mich, die diese tolle Vortragsform noch nicht kennen.) Die Rede ist von Pecha Kucha, einer kurzen, sehr komprimierten Vortragsform, bei der sich der Redner an ein genaues Zeitlimit von stets 400 Sekunden halten muss. Das ist vor allem gut für die Zuhörer!

Der Begriff Pecha Kucha (sprich: „Petscha Kutscha“) kommt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie „Plauderei“. Diese Art des Kurzvortrags entstand im Jahre 2003, als die beiden Architekten Astrid Klein und Mark Dytham für eine Designveranstaltung genaue Vorgaben für einen Vortrag machten.

Beim Pecha Kucha wird der Vortrag zu einem Thema mit exakt 20 Bildern begleitet. Das Besondere daran: jedes Bild wird auch exakt 20 Sekunden lang eingeblendet und daran anschließend folgt automatisch das nächste Bild. Der Redner hat also keinerlei Einfluss darauf, wann die Folien wechseln. Dadurch dauert jeder Vortrag exakt 6 Minuten und 40 Sekunden (oder eben 400 Sekunden) und es liegt am Vortragenden, sich mit dieser Zeitvorgabe zu arrangieren.

Effekt

Wenn man so möchte, ist Pecha Kucha die nächste Stufe des Elevator Pitches und kann als Übung zur didaktischen Reduktion genutzt werden. Wie beim Elevator Pitch zwingen die starren Vorgaben den Redner dazu, seine Idee, seine Sichtweise und seine Meinung auf den Punkt zu bringen und nicht ausschweifend mit einer Horde von Folien zu hantieren.

Die kurze Zeitspanne, in der die einzelnen Folien eingeblendet werden, führt außerdem dazu, dass die eingesetzten Folien kaum Texte enthalten. (Der Zuhörer hat eh nicht viel Zeit zu lesen.) Deshalb werden beim Pecha Kucha hauptsächlich Bilder auf den Folien genutzt. Das erhöht die Qualität des Vortrags und hilft dem Redner, sich drüber bewusst zu werden, dass Folien nur zur Unterstützung des Vortrags dienen sollten.

Pecha Kucha hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Vortragsform entwickelt, sodass sogar schon sogenannte Pecha Kucha Nights entstanden sind.

Wenn Du einfach mal ein bisschen stöbern und Dir einige Vorträge anschauen möchtest, kannst Du am besten auf http://www.pechakucha.org oder auf http://pechakucha.de/ vorbeischauen! Auf YouTube gibt es ebenfalls viele spannende Beispiele.

Dieser Download ist Teil der Methodenkiste! Jedes unserer Handouts besteht aus einer meist zweiseitigen PDF. Auf diese Weise kannst Du Dir ganz leicht Deine eigene Methodensammlung zusammenstellen, Handouts herausnehmen für Deine eigene Workshop-Planung und vieles mehr.

Das Konzept basiert auf einer sogenannten Loseblatt-Sammlung.

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