Wenn Du nur wenig Zeit zur Verfügung hast und Deine Teilnehmer noch viele offene Fragen zum Thema haben, kannst Du Wandernde Fragen nutzen, um durch kollaboratives Arbeiten schnell viele Antworten und Ideen zu erzeugen.

Beschreibung

Die Teilnehmer finden sich dabei in Kleingruppen von ca. 5 bis 6 Teilnehmern zusammen. Jeder Teilnehmer schreibt zu den bisher in der Schulung behandelten Themen etwa 3 bis 5 Fragen auf ein Blatt Papier, die er (noch) dazu hat. Dann werden die Blätter reihum im Uhrzeigersinn weitergegeben und jeder Teilnehmer schreibt auf das nun vor ihm liegende Blatt seine Antworten oder Ideen auf. Wenn jemandem zu einer bestimmten Frage nichts einfällt, kann er die Frage natürlich auch unbeantwortet lassen. Nach einer zuvor festgelegten Zeit werden die Bögen weitergegeben, sodass zu jeder Frage sehr viele Antworten und Ideen zusammenkommen, wenn das Blatt wieder den ursprünglichen Fragesteller erreicht hat.

Effekt

Durch die Methode Wandernde Fragen können innerhalb kürzester Zeit sehr viele verschiedene Fragen beantwortet werden. Viel mehr als dies durch eine Beantwortung durch den Trainer möglich wäre. Für den Trainer bedeutet es zum einen eine große Entlastung, da er sich während der Übung ein wenig zurücknehmen kann. Zum anderen sind die Teilnehmer stark gefordert, sich mit den Schulungsinhalten auseinanderzusetzen. Dadurch, dass sie aufgefordert sind, die Fragen der anderen Teilnehmer zu beantworten, merken sie selbst sehr schnell, welche Inhalte sie selbst schon gut verstanden haben und welche nicht.

Varianten der Wandernden Fragen

Mit ein wenig Phantasie sind eine Vielzahl von Variationen der Wandernden Fragen denkbar. So kann die Methode beispielsweise auch zum Brainstorming genutzt werden. Hier könnte der Trainer einen zentralen Begriff vorgeben und jeder Teilnehmer wird aufgefordert, eine Mindmap zu beginnen. Nach einer vorgegebenen Zeit wird die begonnene Mindmap wieder weitergegeben und der Teilnehmer muss die von seinem rechten Nachbarn begonnene Mindmap weiterführen und ergänzen.

Auch Konfliktsituationen können so erzeugt werden: Die Teilnehmer beginnen zu einem vorgegebenen Thema eine Zeichnung und geben diese dann weiter. Die Zeichnung wird dann von anderen Teilnehmern fortgeführt – häufig geschieht dies jedoch nicht „im Sinne“ des Urhebers. Diese Erlebnisse lassen sich dann in einer Feedbackrunde aufgreifen und beispielsweise als Einstieg in das Thema „Konflikte“ nutzen.

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