Beim Feedback sollte das Ergebnis direkt auf den ersten Blick erkennbar werden. Nicht immer geben Zahlen den Eindruck einer Schulung so gut wieder, wie man sich das zuvor gedacht hat. Selbst dann nicht, wenn sie durch Diagramme visualisiert werden.

Die Methode Schatzkarten-Feedback kann helfen, Erlebnisse aus einer Schulung sehr anschaulich darzustellen.

Beschreibung

Bei der Methode „Schatzkarten-Feedback“ bereitest Du eine mit Brownpaper abgedeckte Metaplanwand vor, auf die Du eine Schatzinsel gezeichnet hast. Für die Aspekte, die Dir beim Feedback wichtig sind, zeichnest Du verschiedene Orte und Landschaften auf Deine Insel. Beispielsweise die „Schlucht der nicht erfüllten Erwartungen“, ein Gebirge mit der „Steilwand der Herausforderungen“, das „Moor der Verwirrung“, das „Tal der Überraschungen“, der „Schatz der Erkenntnisse“ oder etwa die „Bucht zu neuen Ufern“. Hier kannst Du Deiner Phantasie freien Lauf lassen!

Am Schluss Deines Workshops oder Seminars präsentierest Du Deinen Teilnehmern die Schatzkarte und erklärst die einzelnen Orte auf der Karte kurz, damit diese genau wissen, was die Orte bedeuten. Danach schreibt jeder Teilnehmer zu den Aspekten, zu denen ihm etwas einfällt, ein kurzes Stichwort auf eine Metaplankarte.

In der abschließenden Feedbackrunde kommt jeder Teilnehmer kurz nach vorne und heftet seine Metaplankarten auf die Orte der Schatzkarte, zu denen er etwas sagen möchte. Auf die Art und Weise erhältst Du ein sehr klares Bild darüber, wie Deine Teilnehmer die Schulung empfunden haben.

Effekt

Die Visualisierung des Feedbacks durch die Schatzkarten-Methode verhilft zu einem deutlich umfassenderen Bild über Ihre Schulung als ein einfaches Positiv-Negativ-Feedback oder ein Blitzlicht. Sie und Ihre Teilnehmer können genau sehen, wie die Schulung wahrgenommen wurde und welche Dinge (Orte) besonderes Gewicht für die Teilnehmer hatten.

Tipps zur Schatzkarten-Methode

Wenn Du recht viele Teilnehmer hast (mehr als acht), kann jeder Teilnehmer statt Metaplankarten auch Pinnwandmarker erhalten, die er am Ende der Schulung auf der Landkarte verorten soll. Ansonsten wird es mit Metaplankarten relativ schnell ziemlich voll auf der Metaplanwand. In diesem Fall sollte man die genauen Ortsbezeichnungen so anpassen, dass es den Teilnehmern möglich ist, sich gut auf einen speziellen Ort festzulegen.

Oder Du gibst den Teilnehmern zu bestimmten Aspekten verschiedenfarbige Marker, die sie auf der Karte platzieren sollen. Also beispielsweise „rot“ für „Thema 1“, „blau“ für die „Gruppenarbeit“ und „grün“ für die Atmosphäre während der Schulung. In diesem Fall müssen die Orte auf der Schatzkarte dann jedoch einer Skala von etwa -10 bis +10 entsprechen. (Der Feedback-Aspekt wird ja durch die Farbe des Markers festgelegt.)

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