Pecha Kucha

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Pecha Kucha

Über einen Kollegen bin ich kürzlich auf eine mir unbekannte Vortragsart gestoßen, von der ich denke, dass sie es wert ist, geteilt zu werden. (Vielleicht gibt es ja noch mehr Menschen wie mich, die diese tolle Vortragsform noch nicht kennen.) Die Rede ist von Pecha Kucha, einer kurzen, sehr komprimierten Vortragsform, bei der sich der Redner an ein genaues Zeitlimit von stets 400 Sekunden halten muss. Das ist vor allem gut für die Zuhörer!

Beschreibung

Der Begriff Pecha Kucha (sprich: „Petscha Kutscha“) kommt aus dem Japanischen und bedeutet soviel wie „Plauderei“. Diese Art des Kurzvortrags entstand im Jahre 2003, als die beiden Architekten Astrid Klein und Mark Dytham für eine Designveranstaltung genaue Vorgaben für einen Vortrag machten.

Beim Pecha Kucha wird der Vortrag zu einem Thema mit exakt 20 Bildern begleitet. Das Besondere daran: jedes Bild wird auch exakt 20 Sekunden lang eingeblendet und daran anschließend folgt automatisch das nächste Bild. Der Redner hat also keinerlei Einfluss darauf, wann die Folien wechseln. Dadurch dauert jeder Vortrag exakt 6 Minuten und 40 Sekunden (oder eben 400 Sekunden) und es liegt am Vortragenden, sich mit dieser Zeitvorgabe zu arrangieren.

Effekt

Wenn man so möchte, ist Pecha Kucha die nächste Stufe des Elevator Pitches und kann als Übung zur didaktischen Reduktion genutzt werden. Wie beim Elevator Pitch zwingen die starren Vorgaben den Redner dazu, seine Idee, seine Sichtweise und seine Meinung auf den Punkt zu bringen und nicht ausschweifend mit einer Horde von Folien zu hantieren.

Die kurze Zeitspanne, in der die einzelnen Folien eingeblendet werden, führt außerdem dazu, dass die eingesetzten Folien kaum Texte enthalten. (Der Zuhörer hat eh nicht viel Zeit zu lesen.) Deshalb werden beim Pecha Kucha hauptsächlich Bilder auf den Folien genutzt. Das erhöht die Qualität des Vortrags und hilft dem Redner, sich drüber bewusst zu werden, dass Folien nur zur Unterstützung des Vortrags dienen sollten.

Pecha Kucha hat sich in den letzten Jahren zu einer beliebten Vortragsform entwickelt, sodass sogar schon sogenannte Pecha Kucha Nights entstanden sind.

Wenn Du einfach mal ein bisschen stöbern und Dir einige Vorträge anschauen möchtest, kannst Du am besten auf http://www.pechakucha.org oder auf http://pechakucha.de/ vorbeischauen! Auf YouTube gibt es ebenfalls viele spannende Beispiele.

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Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb inspiriere ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

Ein Kommentar

  1. Jutta Biehl-Herzfeld 25. Januar 2018 um 7:55 Uhr - Antworten

    Vielen Dank für diesen Beitrag! DAs macht Lust, an diesem Format zu arbeiten. Denn Kürze und Würze tut jedem Thema gut. Warum aber steht unter Risiken: Kann zu Frustrationen führen? Was genau? Warum ist P.K. „schwierig“?

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