Der „Kopfstand“ ist eine der effektivsten, aber meiner Erfahrung nach auch die mit am wenigsten genutzte Methode, um Lernern dabei zu helfen, in kreativen Prozessen auf gute Ergebnisse zu kommen. Deshalb stelle ich heute einmal einen „echten Klassiker“ vor, den Du bestimmt lange nicht mehr genutzt hast.

Beschreibung

Im Grunde sagt der Name der Methode auch schon alles aus, was man bei der Kopfstand-Methode wissen muss. Man stellt eben einfach jede Aufgabe auf den Kopf! Statt sich also bei einer Aufgabe zu überlegen, wie man beispielsweise eine gute Gesprächsatmosphäre erzeugt, schreibt man stattdessen alles auf, was man tun muss, um eine Gesprächsatmosphäre zu zerstören bzw. zu verhindern. Statt sich darüber Gedanken zu machen, wie man Mitarbeiter motiviert, denkt man darüber nach, was man tun muss, um sie zu demotivieren. Und so weiter und so fort.

Erstaunlicherweise bringt das häufig viel eher gute Ideen und Ergebnisse, als wenn man versucht, positiv formulierte Ideen aufzuschreiben. Wenn man dann am Ende genügend Negativ-Ergebnisse zusammen hat, kehrt man diese Ergebnisse einfach erneut ins Gegenteil – et voilà! Nun haben Deine Teilnehmer eine lange Liste mit sehr kreativen Resultaten.

Effekt

Viele Menschen können sich oft leicht vorstellen, was alles passieren kann, damit etwas nicht funktioniert oder schiefgeht. Sich vorzustellen, was man braucht, damit etwas funktioniert, ist oft nicht ihre Stärke. Genau dieses Denkschema macht sich der Kopfstand zunutze und führt dazu, dass selbst (angeblich) sehr unkreative Menschen schnell eine große Zahl an Ergebnissen erzeugen können.

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