Leidenschaftlich, witzig, unkonventionell und undogmatisch. So haben wir unseren Experten Mark Lambertz letzten Mittwoch in unserem dritten FrooC, diesmal zum Thema Viable System Model Canvas (und Scrum) erlebt. Und die letzten beiden Attribute passen auch auf das von ihm entwickelte VSM Canvas.

Das Viable System Model dient dazu herauszufinden, ob eine Organisation (oder auch Teile von ihr, beispielsweise ein Scrum Team) lebensfähig ist. Wie sinnvoll sind die agilen Ansätze an den entsprechenden Stellen, so sie denn existieren?

Wir haben uns zudem gefragt: Kann man das Viable System Model Canvas auch in 1,5 Stunden in seinen Grundlagen erfassen und anwenden? Dieses Experiment hat Mark in unserem dritten FrooC für uns gewagt. Ob wir gemeinsam dabei erfolgreich waren, kannst Du in dem oben verlinkten Video erfahren.

FrooC Nr.3 – Viable System Model Canvas (und Scrum)

Was uns besonders gefallen hat, ist, dass Mark direkt darauf verweist, dass auch ein so spannendes Modell wie sein Viable System Model Canvas (und natürlich VSM selbst) nur ein Werkzeug ist. Dieses Werkzeug hilft auch nicht in allen Situationen. (Versucht mal, mit einem Spachtel einen Nagel in die Wand zu bekommen.) Aber wenn man dieses Werkzeug richtig nutzt und im richtigen Kontext, dann ist es erstaunlich, was man damit herausfinden kann. Und man erkennt, wie wichtig es ist, als Organisation wirklich alle (!) Ebenen zu bespielen.

Die erste Frage, die Du Dir stellen solltest…

… lautet: Wie sieht eigentlich die Umwelt aus, in der ich mich bewege?

Und damit ist nicht nur die äußere Umwelt, sondern auch die innere gemeint. Wer sind meine Kunden wirklich, wer meine externen Stakeholder? Was sind die Trends von heute und in Zukunft und wer sind meine Partner? Wen brauche ich als Lieferanten, weil ich etwas nicht selbst herstelle? Wer sind meine Wettbewerber und was macht sie so einzigartig?

Die Umwelt in ihrer Gesamtheit zu betrachten ist unerlässlich, denn sie verändert sich an vielen Stellen ständig. Dabei hilft uns das VSM Canvas, denn allein könnten wir diese Informationen und diese Vielfalt nicht erfassen.

Die 5 Systeme vom Viable System Model

Mark hat es während des FrooCs tunlichst vermieden, sie so zu nennen, was es deutlich vereinfacht hat, das Thema zu verstehen. Aber im Endeffekt handelte es sich um die 5 Systeme Wertproduktion, kurzfristige Koordination und Infrastruktur, Mittelfristige Koordination, Retrospektive und Audits, Strategie und Langfristigkeit, sowie Ethos und Identität.

Ich würde Euch jetzt schon so gerne so viel dazu erzählen, aber schaut Euch lieber das Video an.

Nur so viel

  • Was zunächst aussieht wie eine klassische Hierarchie ist in Wahrheit eine funktionale Hierarchie.

  • Und jedes System für sich allein ist nichts wert: Es geht um die Gesamtheit.

  • Wir haben nur einen kleinen Teil des Ganzen gesehen. Man kommt nicht umhin, sich weiter mit dem Viable System Model Canvas zu beschäftigen.

Also: schaut rein und für mehr Informationen folgt Mark auch gerne auf Twitter (@mkyschnitzel) oder bei LinkedIn, schaut euch seine Seite an und Lars wird Euch sicherlich bald zu Marks spannendem Buch „Die intelligente Organisation“ hier eine Review schreiben.

Viel Spaß und hoffentlich bis zum nächsten FrooC!