Manchmal sagt ein Bild ja bekanntlich mehr als tausend Worte. Mit der Liberating Structure Drawing Together machst Du Dir genau diese Weisheit zu Nutze und hilfst Deinem Team, Dinge ausdrücken zu können, die es nicht oder nur sehr schwer in Worte fassen kann.

Drawing Together unterstützt Euch dabei, verborgenes Wissen, Gefühle, Einstellungen, Stimmungen und Muster sichtbar zu machen. Auch schwer anzusprechende Themen, selbst Teamkonflikte können so leichter an die Oberfläche gebracht werden. Wann immer Deinem Team die Worte fehlen, könnt Ihr auf diese Liberating Structure zurückgreifen, um ein Thema, bei dem Ihr Euch vielleicht schon lange im Kreis dreht, von einer neuen Perspektive aus anzugehen.

Beschreibung

Lade Deine Workshopteinehmer dazu ein, ein Thema, das behandelt werden soll, mit einer Story bzw. einem Bild zu verdeutlichen. Dabei dürfen sie allerdings nur 5 vorgegebene Symbole nutzen. Jedes Symbol steht dabei für eine ganz konkrete Bedeutung:

Kreis (Ganzheit)

Rechteck (Unterstützung)

Dreieck
(Ziel)

Spirale (Veränderung)

Männchen (Beziehung)

Stelle Deinen Teilnehmern zunächst die fünf Symbole und ihre Bedeutung vor. Lass sie die Symbole auch ein wenig üben (5 Minuten). Beim Männchen hat es sich bewährt, Sternenmännchen zu zeichnen, da sie sehr leicht zu zeichnen sind und man mit ihnen auch gut Körperhaltungen verdeutlichen kann.

Wenn Deine Teilnehmer ein wenig geübt haben, geht es frisch ans Werk. Lade sie ein, die Symbole miteinander zu kombinieren, um einen ersten Entwurf der Geschichte zu zeichnen, die ihnen bei dem Thema im Kopf herumgeht. Jeder Teilnehmer soll sich dabei auf seine eigene, persönliche Reise konzentrieren, wenn er an die Herausforderung denkt. (Zeit 10 Minuten)

Lade Deine Teilnehmer danach ein, einen zweiten Entwurf zu zeichnen, in der sie ihre Geschichte verfeinern. Sie können beispielsweise die Größe der Elemente verändern, die Platzierung oder – falls Ihr das möchtet – auch Farben nutzen. (Zeit 10 Minuten)

Jetzt kommt der spannende Teil: Hängt alle Storybilder sichtbar an einer Moderationswand oder an einem Whiteboard auf. Macht einen Gallery Walk. Betrachtet und interpretiert die einzelnen Bilder. Wichtig dabei ist: Die Person, die das Bild gemalt hat, gibt keine Erklärungen oder hilft bei der Deutung des Bildes. (5 Minuten)

Lasst abschließend noch einmal alle Bilder Revue passieren. Frage die Gruppe: „Was zeigen uns Eure Bilder?“ (5 Minuten)

In größeren Gruppen könnt Ihr an dieser Stelle auch mit der 1-2-4-All-Methode arbeiten.

Effekt der Methode Drawing Together

Mit Drawing Together werden Dinge ans Licht gebracht, die mit verbalen oder linearen Methoden nicht zur Sprache gebracht werden können. Auch schwierige Themen gelangen so einfacher zum Vorschein, da sie nicht ausgesprochen werden müssen, sondern lediglich sichtbar gemacht werden. Gemeinsame Stimmungen und verdeckte Konflikte werden erfahrungsgemäß in jedem der Bilder sichtbar.

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Methodenkiste

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CC-BY-NC Dieses Material von Lars Richter & Diana Lowey basiert auf dem Werk von Henri Lipmanowicz und Keith McCandless und unterliegt daher der Creative-Commons-Lizenz Namensnennung-Nicht kommerziell 3.0 Unported (CC BY-NC 3.0).