7 Grundregeln für erfolgreiches Teamwork

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7 Grundregeln für erfolgreiches Teamwork

Teamwork findet in der Praxis immer wieder aufgrund mangelnden Vertrauens seine Grenzen. Eigeninteresse und egoistisches Karrieredenken unterminieren gut funktionierende Teamarbeit, was der Produktivität eines Unternehmens oder Abteilung schadet.

Olaf-Axel Burow nennt in seinem Team-Flow-Modell 7 Grundregeln für gut funktionierendes Teamwork, die als Voraussetzung gegeben sein müssen, damit in Deinem Team hohe Kreativität und Produktivität entstehen können. Nach Burow entstehen herausragende Ergebnisse immer durch Teamwork einer motivierenden Gemeinschaft– beziehungsweise durch sogenannte kreative Felder, die dafür sorgen, dass Menschen ihre Stärken voll entfalten können und ihre Schwächen durch andere Mitglieder des Teams ausglichen oder in Stärken verwandelt werden.

Dialog

Die Fähigkeit zum Dialog, des aktiven Zuhörens und des sich Einlassens auf die Ansichten anderer sind grundlegende Elemente, um die schlummernden Talente eines jeden einzelnen zum Vorschein zu bringen. Denn vieles tritt erst dann zu Tage, wenn andere es in uns erkennen. Dialog meint die Fähigkeit, mit anderen zu harmonieren statt sie zu dominieren. Eine gutes Beispiel hierfür sind beispielsweise Musiker eines Ensembles oder einer improvisierenden Jazzband.

Fördere deshalb die kommunikativen Fähigkeiten Deiner Mitarbeiter! Insbesondere das Feedback geben und das Feedback annehmen.

Vision & Produktorientierung

Um das eingangs erwähnte Eigeninteresse Deiner Mitarbeiter zu minimieren, ist es wichtig, dass Du Deinem Team eine positive Vision durch ein gemeinsames Ziel bietest – Das kann durchaus ein fertiges, reales „Endprodukt“ sein.

Daniel Goleman definiert diesen Teamwork fördernden Aspekt als visionärer Führungsstil, der die stärkste resonante Wirkung erzeugt. Die gemeinsam geteilte Vision muss Aspekte aufweisen, die jedem Mitglied Deines Teams die Möglichkeit geben, sich mit seinen eigenen Stärken und Vorlieben einzubringen und zu verwirklichen. Wenn Deine Mitarbeiter solche individuellen Anknüpfungspunkte nicht vorfinden können, bleibt der kreativitätsfördernde Effekt für mehr Motivation aus. Außerdem sorgt das gemeinsame Ziel für ausreichend Klarheit für jeden, was zu tun ist. Diese Klarheit durch Ziele ist bekanntermaßen eine der Grundbedingungen für das Entstehen von Flow.

Vielfalt

Gutes Teamwork bedarf nicht eines Teams, in dem jeder Mitarbeiter das Gleiche kann und weiß. Vielmehr basieren herausragende Teamleistungen auf einer Kombination sehr unterschiedlicher Persönlichkeiten, mit individuellen Stärken und Kompetenzen, die erst durch die Kombination dieser unterschiedlichen Talente außergewöhnliche Ergebnisse ermöglichen.

Sorge also für eine große, individuelle Vielfalt innerhalb Deines Teams und bilde Deine Mitarbeiter nach deren spezifischen Neigungen und Talenten aus, statt ein Team aus austauschbaren Mitarbeitern zu entwickeln, in dem jeder das Gleiche kann (oder weiß). Auch eine Fußballmannschaft besteht nicht aus 11 Mittelstürmern.

Personenzentrierung

Kreativität als Grundlage für herausragende Leistung muss die Person jedes Einzelnen respektieren. Es kann also nicht darum gehen, Deinen Mitarbeitern eine Vision aufzudrücken und sie dahin zu bringen, sich bestimmte Kompetenzen anzueignen, weil es von ihnen erwartet wird. Vielmehr muss sich die Vision aus den Personen selbst ergeben, um in der Gemeinschaft mit den anderen Teammitgliedern, die eigenen (bereits vorhandenen) Stärken (und Schwächen!) zu optimaler Entfaltung zu bringen. Nimm Deine Mitarbeiter also so wie sie sind und versuch nicht, etwas aus ihnen zu machen, was ihrer ureigenen Persönlichkeit widerspricht – sie würden es ohnehin nicht wirklich annehmen. Eine geeignete Vorgehensweise zur Führungskräfteentwicklung ist beispielsweise das selbstgesteuerte Lernen nach Richard Boyatzis.

Synergieprozesse

Durch das gleichberechtigte Vorhandensein verschiedener profilierter Egos innerhalb eines Teams, das einen Weg zur dialogischer Kommunikation gefunden und sich einer gemeinsamen Vision verschrieben hat, entstehen Sysnergieprozesse. Diese gegenseitige Befruchtung der einzelnen Mitglieder eines Teams ermöglicht Leistungen durch Teamwork, bei denen die freigesetzte kreative Energie größer ist als die Summe ihrer einzelnen Mitglieder.

Partizipation

Die Möglichkeit, auf die eigene Arbeit Einfluss zu nehmen, ist einer der größten denkbaren intrinsischen Motivationsfaktoren. Diese Tatsache belegen eine Vielzahl von Untersuchungen – beispielsweise von Edward Deci oder die 2011 durchgeführte Studie des Bonner Institut zur Zukunft der Arbeit. Bei genauerer Betrachtung ist Partizipation außerdem eine relativ leicht für Dich umzusetzende Möglichkeit, die keine Geldressourcen benötigt. Im Wege stehen meist „nur“ das eigene Hierarchiedenken oder der Glaube, dass Mitarbeiter ohne Anleitung oder Fremdbestimmung die falschen Entscheidungen träfen.

Wenn Du also Partizipation fördern möchtest, baue Kontrollmechanismen ab und fördere vielmehr die Eigenverantwortlichkeit Deines Teams: Gib Deinen Mitarbeitern mehr Chancen zum selbstbestimmten Arbeiten (und Lernen). Der Gedanke des Mitentscheidens findet sich auch bei Daniel Goleman als demokratischer Führungsstil wieder.

Nachhaltigkeit

Kreative Prozesse, die zu bedeutenden neuen Erfolgen und Ergebnissen führen, sind nicht allein für sich genommen wertvoll. Das Entstehen von Neuem durch gutes Teamwork bedeutet immer auch die Zerstörung von bereits Bestehendem. Mach Dir bewusst, was Ihr durch das Beschreiten neuer Wege gewinnt und achte zugleich darauf, was jeder einzelne verlieren könnte. Teamwork, das auf diese Art kreativen Schaffens beruht, darf keine alleinigen Verlierer erzeugen, sondern muss für jeden Deiner Mitarbeiter einen Gewinn darstellen.

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Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb helfe ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

6 Kommentare

  1. […] einlassen können. Kritik- und Dialogfähigkeit ist eine von verschiedenen Voraussetzungen, die gutes Teamwork […]

  2. […] Antwort auf die obige Frage ist: Wikipedia ist ein kreatives Feld und beherzigt die 7 Prinzipien für Team Flow. Diese Prinzipien ermöglichen es, dass sich die Motivation der Autoren optimal entfalten kann und […]

  3. […] Und wenn Dir diese drei Begriffe nun bekannt vorkommen, dann hast Du vielleicht meinen Artikel zu Olaf-Axel Burows Team-Flow-Theorie gelesen: Vielfalt, Personenzentrierung und Synergie sind drei von sieben Kennzeichen für gut […]

  4. […] zu erklären, welchen Eindruck ich hatte: Coworking Spaces scheinen mir zwar sehr gut fünf der sieben Grundregeln für Dialog (1), Vielfalt (2), Personenzentrierung (3), Partizipation (4) und Nachhaltigkeit (5) zu […]

  5. […] und Unternehmensentwicklung zu begünstigen. Das Future7-Tool erzeugt dadurch den Nährboden für kreative Felder und fördert so das Entstehen von echten […]

  6. […] interagieren. Insofern bestätigt die Google-Studie das, was sowohl Meredith Belbin als auch Olaf-Axel Burow in ihrer eigenen Forschung hervorgehoben haben: Herausragende Fähigkeiten von einzelnen sind […]

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