5 Schlüssel für erfolgreiche Teams

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5 Schlüssel für erfolgreiche Teams

Der Internetgigant Google hat Ende letzten Jahres eine Studie darüber durchgeführt, welches die Schlüsselfaktoren für erfolgreiche Teams sind. Dazu wurden unter den weltweit 60.000 Mitarbeitern des Unternehmens 180 Teams ausgewählt und über 2.000 Interviews mit Beschäftigten geführt.

Die Ergebnisse dieser Studie sind sehr interessant, denn sie zeigte deutlich, dass es gar nicht so wichtig ist, wer in einem Team ist, sondern dass es eine viel größere Rolle spielt, wie die Teammitglieder interagieren. Insofern bestätigt die Google-Studie das, was sowohl Meredith Belbin als auch Olaf-Axel Burow in ihrer eigenen Forschung hervorgehoben haben: Herausragende Fähigkeiten von einzelnen sind weniger wichtig, als wir das selbst oft glauben (möchten).

In der Studie definierte Google erfolgreiche Teams (im Sinne von Gemeinschaft) als Gruppen, die gemeinsam die Arbeit planen, Probleme lösen, Entscheidungen treffen usw. In Teams sind die einzelnen Mitglieder also stark aufeinander angewiesen. Gruppen, deren Arbeitsweise nicht so stark auf Abhängigkeiten untereinander beruht und die sich nur gelegentlich treffen, um sporadisch Informationen auszutauschen, wurden als Arbeitsgruppen definiert.

Im Rahmen der Studie fand Google fünf Schlüsselfaktoren, die – mit absteigender Wichtigkeit – den größten Einfluss auf den Erfolg und die Motivation eines Teams haben.

1. Psychologische Sicherheit

Nach Googles Studie ist der Aspekt der psychologischen Sicherheit der Faktor mit dem allergrößten Einfluss auf erfolgreiche Teams. Mit „psychologischer Sicherheit“ ist gemeint, dass jedes Teammitglied das Gefühl haben muss, Dinge fragen zu können, ohne dass andere sich darüber lustig machen. Oder dass man Fehler machen kann, ohne innerhalb des Teams als inkompetent dargestellt zu werden. Psychologische Sicherheit erzeugt eine größere Bereitschaft, Risiken einzugehen und erhöht Kreativität. Der Begriff der psychologischen Sicherheit und seine Auswirkung auf erfolgreiche Teams geht übrigens auf Amy Edmondson zurück, die das Konzept in diesem TEDx-Talk anschaulich erläutert.

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Mögliche Maßnahmen

Amy Edmondson gibt drei Vorschläge, die man als Führungskraft umsetzen kann, um psychologische Sicherheit zu erzeugen und somit auch den Weg für erfolgreiche Teams zu ebnen.

Wenn Du eine Führungskraft bist, mach deutlich, dass viele unsichere Faktoren Einfluss auf die Arbeit haben (werden). Es gibt wird also immer Bereiche bei einer Teamaufgabe geben, die (noch) nicht vollkommen klar sind. Daher zählt jeder individuelle Beitrag. Die Aufgabe ist kein Umsetzungs-, sondern ein Lern-Problem.

Erkenne Deine eigene Fehlbarkeit an und gib zu, dass Du als Teamleiter auf Deine Teammitglieder angewiesen bist (und nicht umgekehrt). Weise mit einfachen Äußerungen immer wieder darauf hin: „Vielleicht habe ich etwas übersehen.“

Erzeuge Neugierde, indem Du viele Fragen stellst. Fragen zu stellen macht es für Deine Teammitglieder einfacher, einen Beitrag beizusteuern. Denn dadurch dass Du Fragen stellst, wird der Beitrag Deiner Mitarbeiter eindeutig erwünscht.

Humble Inquiry

Wenn Dir diese drei Tipps von Amy Edmondson bekannt vorkommen, mag das eventuell daran liegen, dass Du Dich bereits mit Ed Scheins Methode Humble Inquiry beschäftigt hast. Auch hier geht es als Führungskraft vorrangig darum, Demut (Humility) zu zeigen, da man nicht alles wissen (und können) kann und somit abhängig von seinen Mitarbeitern ist. Erst wenn man Fragen stellt (Inquiry), wird eine Atmosphäre des Vertrauens erzeugt.

2. Verlässlichkeit

Der zweitwichtigste Grund für erfolgreiche Teamarbeit ist Verlässlichkeit. Nur in den Teams, in denen wir uns darauf verlassen können, dass alle ihr Bestes geben, um ihre Ergebnisse termingerecht abzuliefern, wird Großes geleistet. Wenn Prioritäten von Projekten unklar sind oder der Arbeitsfortschritt nur diffus wiedergegeben werden kann, ist das manchmal ein Zeichen dafür, dass Deine Team-Kollegen mit der Arbeit nicht voran kommen. In erfolgreichen Teams ist es in der Regel so, dass einzelne Teammitglieder ihren Arbeitsstand proaktiv an die anderen Mitglieder kommunizieren – auch bei Verzögerungen oder Schwierigkeiten.

3. Struktur und Klarheit

Für den Erfolg eines Teams ist es außerdem notwendig, dass die nächsten Schritte, die zu tun sind, immer klar sind. Das bezieht sich auf den gesamten Bereich von Zielen, Rollen und Plänen, die ein Projekt betreffen. Nicht zuletzt ist unmittelbares Feedback auch ein wichtiger Faktor dafür Flow zu erleben. Flow wiederum ist ein Anzeichen von höchster Konzentration und größter Leistung.

4. Bedeutung (Meaning)

Damit aus einem Team ein erfolgreiches Team wird, müssen die einzelnen Mitglieder der Arbeit selbst (oder dem Endergebnis) Bedeutung beimessen. Das ist ein ganz persönlicher und individueller Aspekt und kann daher bei jedem Mitglied eines Teams anders sein. Aber nur dadurch ist gewährleistet, dass wir uns beim Teamwork selbst verwirklichen können. Und Selbstverwirklichung kann ein ungemein motivierendes Element bei der Arbeit sein.

5. Wirkung (Impact)

Der fünfte und letzte Grund dafür, dass ein erfolgreiches Team entsteht, ist Wirkung. Nur wenn wir glauben, dass unsere Arbeit etwas verändert, fühlen wir uns motiviert und erbringen eine hohe Leistung. Insofern unterscheidet sich dieser Punkt von dem vorgenannten Aspekt „Bedeutung“. Hier geht es vielmehr darum, dass wir die Gewissheit haben müssen, dass unsere Arbeit einen Unterschied macht und unser fertiges Endergebnis auch tatsächlich genutzt wird. Das demotivierende Erleben von Wirkungslosigkeit beschreibt im Übrigen Dan Ariely in seinem spannenden TED-Talk sehr treffend mit „Sysiphic Condition“.

Mehr Informationen zur Google-Studie findest Du unter: https://rework.withgoogle.com/blog/five-keys-to-a-successful-google-team/

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Über den Autoren:

Ich glaube an eine Arbeitswelt, in der Menschen darauf brennen, am Montag endlich wieder zur Arbeit gehen zu dürfen. Deshalb helfe ich Menschen, Unternehmen und Organisationen, Arbeitsumgebungen so zu gestalten, dass sich Motivation und Engagement entfalten können.

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